Projekt: „Bio-Kräuter“

1. Sieger in der Altersgruppe 7. bis 8. Klasse

Drei Schüler der Klasse 7c, Max-Planck-Gymnasium, Delmenhorst (Niedersachsen)



„Täglich essen wir viele Kräuter, z.B. auf Pizza, in Salaten oder Soßen. Aber eigentlich machen wir uns keine Gedanken darüber, ob Kräuter auch Giftstoffe enthalten.“ Diese These fanden Anton Prediger, Fatih Keser und Thomas Kuczmera spannend und gingen der Frage auf den Grund. Die drei Freunde aus der IG Lernwerkstatt am Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst sammelten Daten über Kräuter, Gewürze und deren Pestizidgehalt.

Ihr Interesse an Kräutern war jetzt endgültig geweckt. Bei den drei Jungs entstand die Idee, die Vielfalt und den Nutzen von Kräutern näher zu erforschen. Hierzu pflanzten sie verschiedene Kräutersorten im heimischen Garten und auf der Fensterbank an, z.B. Thymian, Basilikum, Rosmarin und Petersilie. Sie kauften Bio-Kräuter hinzu, weil nicht alle Kräuter so schnell wuchsen wie erhofft. Sie erstellten Rezepte und in ihrer heimischen „Versuchsküche“ kreierten sie Kräuterseife, Kräuteröl und leckere Kräuterbonbons.

Die drei Freunde haben „Feuer gefangen“. Sie wollen ihr Projekt „Bio-Kräuter“ weiterentwickeln und werden jetzt testen, wie ihre Kräuter auf „Giftstoffe“ reagieren. Sie planen z.B., Cola oder Benzin in die Kräutererde zu gießen und wollen beobachten und dokumentieren, was mit den Kräutern passiert.



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Laudatio

Kräuter können wirklich vielfältig eingesetzt werden. Damit lässt sich zum Beispiel das Essen würzen, man kann sie oft als Tee trinken, sie duften und einige haben eine heilsame Wirkung, sie sind also gut für die Gesundheit.
Und manche betören sogar die Sinne – so steht es zumindest oft in Romanen, deren Handlung im Mittelalter spielt. Da geht die frisch Verliebte zur Kräuterfrau und lässt sich einen Liebestrank mixen, um den Angebeteten damit für sich zu gewinnen.

Ob das wirklich funktioniert, das weiß ich nicht. Was ich dagegen genau weiß ist, dass sich 3 Schüler der Klasse 7c des Max-Planck-Gymnasiums in Delmenhorst im Bundesland Niedersachsen mit Bio-Kräutern beschäftigt haben. Unter anderem stellten sie daraus selbstgemachte schmackhafte Kräuterbonbons her, die sie uns zugeschickt haben und die die Jury natürlich auch probiert hat.

Aber: Erst nach der Preisvergabe! Unsere Entscheidung ist also nicht etwa beeinflusst worden, weil unsere Sinne durch die Kräuterbonbons benebelt waren. Nein, betört waren wir einzig und allein deshalb, weil die Idee originell war und viel Arbeit hinter dem Projekt steckte. Das hat uns überzeugt und erst danach haben wir genascht.

Die drei Schüler haben sich ausführlich über Kräuter und Gewürze informiert, sie haben sich schlau gemacht, ob Schadstoffe darin zu finden sind und sie haben unterschiedliche Sorten angebaut und anschließend geerntet, um daraus praktische Alltagsprodukte herzustellen, wie zum Beispiel Kräuterseife, Öl oder die bereits erwähnten Bonbons. Und weil sie soviel Spaß an ihrem Bio-Kräuter-Projekt hatten, machen sie auch nach dem Wettbewerb weiter und stellen weitere Versuche an. Das fanden wir schön, dass die Begeisterung angehalten hat und die Neugier weiter angestachelt wurde. Dafür gab es natürlich zusätzlich Pluspunkte.

Und das bedeutete unter dem Schlussstrich: In der Altersgruppe 7. bis 8. Klasse dürfen die drei Schüler des Max-Planck-Gymnasiums aus Delmenhorst nach ganz oben aufs Siegertreppchen. Der 1. Preis gehört Euch. Ich gratuliere!

Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke, Wirtschaftsredakteur Deutschlandfunk, Köln



Altersgruppe 3. bis 4. Klasse

Altersgruppe 5. bis 6. Klasse

Altersgruppe 7. bis 8. Klasse

Altersgruppe 9. bis 10. Klasse

Preisträgerreise Berlin

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Letzte Aktualisierung: 30.06.2010