Musikvideo "Unfair, nein danke."
1. Sieger in der Altersgruppe 7. bis 8. Klasse
Drei Schüler der Klasse 8b, Collegium Augustinianum Gaesdonck, Goch (Nordrhein-Westfalen)
Mit einem Musikvideo zum Thema „Arbeit in den Plantagen“ werben Justin Janssen, Peter Verhülsdonk und Claudio Krott vom Collegium Augustinianum Gaesdonck für ihre Botschaft: „Unfair, nein danke“. Mit „kuh-len“ Beats versucht das Trio aus Goch die Zuhörer zu überzeugen, bei seinem Wochenendeinkauf auf faire Ware zu achten, damit auch der Plantagenarbeiter für seine Arbeit einen angemessenen Lohn bekommt.
Da sie kein Bildmaterial hatten, entschieden sie sich, die Szenen mit Lego nachzustellen – eine aufwendige Arbeit bei der viel Fingerspitzengefühl gefragt war. Das Video zeigt den Otto-Normalverbraucher beim Einkaufen, der am liebsten billige Produkte mit nach Hause nimmt. Dann kommt der Perspektivenwechsel und ein Plantagenarbeiter auf einem anderen Teil der Welt ist gerade bei der Ernte zu sehen. Er nutzt keine Chemikalien zum Düngen oder zur Abwehr von Schädlingen und deswegen sind die Produkte auch viel gesünder. Warum also nicht einen angemessenen Preis bezahlen?
Den Text haben die drei Jungs selbst geschrieben und schließlich mit dem Mikrofon am Computer eingesprochen. Das gefilmte Material wurde geschnitten und mit der eigens kreierten Musik komplettiert. Es entstand ein Charts-verdächtiger Beitrag von zwei Minuten 50 mit einer klaren Aussage.
Laudatio
Nun ja, ich müsste nun eigentlich rappen,
um für die Sieger jetzt mein Lob zu verteilen.
Nur mache ich mich nicht gerne zum Deppen
und versuch‘s deshalb als Alternative in holprigen Reimen.
Im Wettbewerb in der Altersgruppe der Klassen 7 bis 8,
da gab es drei Schüler, die haben wirklich was ganz Erstaunliches gemacht.
Vom Collegium Augustinianum Gaesdonk, einem Gymnasium aus Goch, kamen die Jungen,
die haben zum einen einen Rap getextet und eben gesungen,
allein das war schon Arbeit und wirklich gelungen.
Denn mit Text und Musik haben sie sich auch noch was gedacht.
Zum anderen haben sie einen Film gedreht mit viel Aufwand und erstaunlichem Trick.
Und das Ergebnis war hochklassig, professionell, ja einfach nur schick.
Doch neben Technik, Musik und Bildern zum Staunen,
gab es noch mehr für die Jury zum Raunen.
Eine Geschichte, eine Botschaft zum richtigen Kauf,
das setzte dem Ganzen noch die Krone auf.
Die Entwicklungsländer und der Faire Handel,
der Konsum hier, die Bauern dort und der Wandel,
dass sie sich abrackern und nicht einmal richtig Lohn bekommen,
wenn die Früchte ihrer Arbeit wird ihnen abgenommen.
Eine schlichte Geschichte, perfekt erzählt,
sodass sie danach auch unser Gewissen quält.
Wenn wir harte Arbeit und gute Ware bezahlen mit ein wenig mehr Geld
um wie viel besser und gerechter wäre es doch auf der Welt.
Das haben sich die drei Jungen gedacht
und dazu eben das Filmchen gemacht.
Im Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt Goch,
wo die drei Schüler aufs Gymnasium gehen
und jetzt hier gleich auf der Bühne stehen,
weil sie, das als Ergänzung noch
mit weitem Abstand gewonnen haben,
weil wir ihnen nur hohe Punkte gaben.
Holt sie Euch ab, die goldene kuhle Kuh
und noch einen dicken Applaus dazu.
Wir werden das Meisterstück allen anderen gleich zeigen,
mir bleibt an dieser Stelle nur mich zu verneigen.
Das war spitze, Jungs!
Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke, Wirtschaftsredakteur Deutschlandfunk, Köln