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Weitere Anregungen
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Hier erhalten Sie didaktisch / methodische Anregungen zu den drei Wettbewerbskategorien:
Website
Hörspiel / Reportage
Plakat
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Hörspiel / Audio- und Video-Reportage
Bei den Beitragsformen "Hörspiel / Audio- und Video-Reportage" können Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern u. a. die Audio-Gattungen Reportage / Feature, Dokumentation und Interview ausprobieren:
Reportage / Feature
Features sind interessante, lebendig gestaltete Hör- und Seherlebnisse. Feature ist zugleich der Oberbegriff für Reportagen.
Als auditive Einheit besteht das Feature aus einem dokumentarischen und einem künstlerischen Teil, wobei der dokumentarische Teil zumeist im Vordergrund steht. Die künstlerischen Momente – vom Geräusch bis zur Musik – sorgen für Spannung und Unterhaltung. Gerade bei der künstlerischen Umrahmung können die Schülerinnen und Schüler ihrer Spontaneität und Kreativität freien Lauf lassen.
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Projektverlauf (Beispiel)
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- Planungsphase
Themenvorschläge, Arbeitsverteilung, Gruppenaufteilung
- Informationsbeschaffung
- Akzentuierungsphase
Auseinandersetzung mit dem Themengebiet, Formulierung von Leitgedanken und Projektziel
- Durchführungsphase
Vertiefung der Kenntnisse, Textkritik und -überarbeitung
- Gestaltungsphase
Auswahl der Texte, Diskussion der endgültigen Feature-Struktur, Erarbeitung der Überleitungstexte
- Kontrollphase
Sprechproben, Auswahl der Musikeinblendungen, Hintergrundgeräusche etc.
- Produktionsphase
Aufnahme (Technische Ausstattung: Kassettenrecorder oder PC, Mikrofone)
- Resümee
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Das Thema und seine Bearbeitung sollen den (potenziellen) Hörer ansprechen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn auf Alltagssituationen eingegangen wird und Fallbeispiele vorgestellt werden, die dem Hörer selbst widerfahren könnten. In seinem Dokumentationsteil muss das Feature sachlich richtig sein. Damit es vom Zuhörer verstanden wird, darf es nicht mit Informationen überfrachtet werden.
Der Text muss so aufbereitet werden, dass er den Hörer wirklich erreicht. Denn während der Leser sein Lesetempo selbst bestimmen kann, gibt beim Feature, wie bei allen Hörbeiträgen, der Sprecher das Tempo vor. Geschriebenes wird zudem anders erfasst, da der Leser im Text „springen“ kann: Er kann Nicht-Verstandenes nachlesen und ihn Langweilendes einfach übergehen. Deshalb sollten z. B. schwer verständliche Satzkonstruktionen vermieden werden. Das Gesagte wird verständlicher, wenn das Verb am Satzanfang steht. Der Hörer begreift die Aussage so frühzeitig. Zahlen sollte man nur erwähnen, wenn sie unbedingt notwendig sind. Auch dann ist ein bildhafter Vergleich besser als das bloße Ablesen „nackter Zahlen“. Das Verständnis wird erleichtert, wenn wichtige Sachverhalte wiederholt werden.
Wird in das Feature ein Interview eingebaut, dann muss der Interviewer zuallererst begreifen, dass nicht er, sondern der Interviewte im Mittelpunkt steht und ein aggressiver Kommunikationsstil zu einem geringen Informationsfluss führt. Der Interviewer sollte sich zurückhalten und Formulierungen finden, die den Interviewten dazu anregen, sich offen zu äußern.
Dokumentation
Die Dokumentation ist die wohl umfangreichste journalistische Form, die ein Geschehen oder Thema in einen umfassenden Zusammenhang einordnet. Dabei nimmt sie eine möglichst objektive Position ein und informiert sachlich.
Sie basiert auf einer gründlichen Recherche, zu der Interviews, Publikumsumfragen und die Nachforschung nach einschlägigem Material aus unterschiedlichen Quellen gehören. Sie arbeitet mit Aktenauszügen, dokumentarischen Texten und – bei Hörfunk und Fernsehen – mit Originalaufnahmen, die der Dokumentation Authentizität, Lebendigkeit und Gegenwärtigkeit verleihen.
Zum beispielhaften Projektverlauf siehe Feature.
Quelle: BR-Online „Dokumentation“.
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Checkliste
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- Thema genau festlegen und das Ziel definieren.
- Den Gesprächspartner über das Ziel informieren.
- Art des Interviews festlegen, also ein Gespräch zur Person, zur Sache oder zu beidem.
- Länge des Interviews festlegen
- Was muss vorher zur Sache und/oder Person recherchiert werden?
(TIPP: Im Interview selbst nie nach Standardinfos fragen, denn dies langweilt den Interviewten und später auch die Leser/Hörer/Zuschauer.)
- Einstiegsfragen formulieren und Leitfaden für das Gespräch festlegen.
- Ergänzungen zum Interview, etwa ein Foto oder eine Nachricht, besorgen.
Quelle: Uni Karlsruhe
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Interview
Das Interview ist eine Begegnung zwischen zwei Menschen. Der eine fragt, der andere antwortet. Neben der reinen Informationsaufnahme besteht der Reiz des Interviews für den Leser/Hörer/Zuschauer darin, als schweigender Dritter einen Blick in die journalistische Arbeitsweise zu werfen.
Das Interview mutet authentisch an. Interviewer wie Interviewter sind sich aber sehr wohl bewusst, dass sie bei ihrem Frage- und Antwortspiel sozusagen „belauscht“ werden. Und: Dass es nicht nur darum geht, welche Informationen erfragt und gegeben werden, sondern auch darum, wie sie erfragt und gegeben werden.
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