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Ökologischer Landbau auf einen Blick
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Öko-Betriebe
in Deutschland
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In Deutschland wirtschafteten Ende des Jahres 2001 14.702 landwirtschaftliche Betriebe auf 634.998 Hektar Fläche ökologisch nach den Bestimmungen der Öko-Verordnung.
Das sind 3,3 % der Betriebe auf etwa 3,7 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Betriebe um
15,4 % und die ökologisch bewirtschaftete Fläche um
88.975 Hektar (+16,3 %).
Quelle: Bundesverbraucherministerium:
Ökologischer Landbau in Deutschland, August 2002.
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Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
Zwar sind Öko-Lebensmittel noch nicht „in aller Munde“, aber sie liegen voll im Trend und haben das Müsli-Image vergangener Jahre längst hinter sich gelassen. Der ökologische Landbau ist ein ganzheitliches, modernes und nachhaltiges Konzept der Landbewirtschaftung und erzeugt hochwertige schmackhafte Lebensmittel im Einklang mit der Natur.
Eine runde Sache – möglichst geschlossener Betriebskreislauf
Leitbild im ökologischen Landbau ist ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf. Das heißt: Pflanzenbau und Tierhaltung sind in der Regel eng aneinander gekoppelt. Das Futter für die Tiere stammt überwiegend aus der eigenen Pflanzenproduktion. Der Tierdung dient den Pflanzen wiederum als Nährstoff. Daraus ergibt sich auch, dass auf dem Biobetrieb maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche – das sind z. B. zwei Rinder oder 14 Mastschweine – gehalten werden dürfen.
Natürliche Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt
Durch die Verwendung von organischen Düngemitteln wie Mist und Mistkompost, den Anbau von Zwischenfrüchten z. T. als Gründüngung, Feldfutter und Stickstoff sammelnden Leguminosen erhält der Öko-Landwirt die natürliche Bodenfruchtbarkeit. Die Vielfalt, die Reihenfolge und der zeitliche Abstand, in dem die Feldfrüchte nacheinander angebaut werden, wirken sich nicht nur auf die Fruchtbarkeit des Bodens, sondern auch auf die Gesundheit der angebauten Pflanzen aus. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die Vermeidung von Monokulturen und die Verwendung wenig gegen Krankheiten anfälliger, zum Teil sehr alter Sorten trägt der Öko-Landwirt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei und unterstützt so die natürliche Selbstregulation im Öko-System. Die natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, Luft und fossile Energieträger werden durch die Grundprinzipien im ökologischen Landbau geschont.
>> mehr über die Bodenfruchtbarkeit im ökologischen Landbau in oekolandbau.de
>> mehr über die Umweltleistungen des ökologischen Landbaus in oekolandbau.de
Artgerechte Tierhaltung
Die Grundlagen der ökologischen Tierhaltung sind geprägt durch die Achtung und den Respekt des Menschen vor der lebenden Kreatur. Der Öko-Landwirt kümmert sich in besonderem Maße um das Wohlergehen seiner Tiere. Die Tiere bekommen Auslauf, frische Luft im Stall, ausreichend Tageslicht und nur Futter, das ihrer Art gemäß ist und überwiegend aus eigener Erzeugung stammt. Durch die möglichst artgerecht gestalteten Haltungsbedingungen und die Wahl robuster Rassen wird die Tiergesundheit vorsorglich gefördert. Antibiotika und andere Arzneimittel dürfen nicht vorbeugend eingesetzt werden, ebenso wenig Wachstums- und Leistungsförderer. Vollspaltenböden bei der Rinder-, Schaf- und Schweinehaltung und die Käfighaltung bei Hühnern und Schweinen sind im Öko-Landbau tabu.
>> mehr über die ökologische Tierhaltung in oekolandbau.de
Gesunde Lebensmittel
Ziel des ökologischen Landbaus ist es, dem Menschen gesunde Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, die im Einklang mit der Natur produziert und möglichst Wert erhaltend bzw. schonend verarbeitet wurden. Dabei verzichtet der Öko-Verarbeiter beispielsweise auf Farbstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche und naturidentische Aromen etc. Von den derzeit rund 400 zugelassenen Zusatzstoffen dürfen die Hersteller von Öko-Lebensmitteln nur etwa ein Zehntel einsetzen. Das erfordert große Sorgfalt in der Rezepturentwicklung und macht die Verarbeitung aufwändiger.
>> mehr über die Qualitätsmerkmale von Öko-Produkten in oekolandbau.de
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Weitere Informationen
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Weitere Informationen zum Öko-Landbau gibt es im Internetportal www.oekolandbau.de und über diese Linkliste.
Im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau werden ab Januar 2004 Unterrichtsmaterialien für allgemein bildende Schulen zum Öko-Landbau und zur ökologischen Verarbeitung herausgegeben. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Informationen aus „erster Hand“ geben auch die „Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau“, ein Netzwerk von 200 Biobetrieben in ganz Deutschland (Link zu Projektbeschreibung und Hofliste im Portal). Einige Höfe bieten auch ein spezielles Programm für Kinder und Jugendliche, z. B. diese.
Öko-Lebensmittel - mehr als Müsli
Fast jeder kennt solche Bilder und kann sich noch sehr gut daran erinnern: Verrückte Rinder, brennende Berge toter Schweine, gequälte Hühner. Diese grausamen Bilder will keiner sehen. Und tatsächlich kann sogar jeder selber etwas dafür tun, dass solche Bilder der Vergangenheit angehören. Ökologische Produkte sind eine Alternative - bezüglich Qualität, Geschmack und gutem Gewissen.
Durch das Bio-Siegel und die dahinter stehende EU-Öko-Verordnung ist es ganz einfach, Bio-Produkte im Laden zu erkennen. Und immer mehr Supermärkte und auch Restaurants bieten Bio-Produkte an. Ob Bio-Gemüse, Bio-Fleisch, Bio-Gummibärchen oder Bio-Tiefkühlpizza: Es gibt fast nichts, was es nicht auch "Bio" gibt. Und wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Weiter.
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Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin
Lebensmittel mit der Kennzeichnung „Bio“ oder „Öko“ müssen mindestens die Vorgaben der EG-Öko-Verordnung erfüllen und werden regelmäßig kontrolliert. In Deutschland muss die Codenummer der Kontrollstelle angegeben werden. Hinweise, wie man Bio-Produkte erkennt, finden Sie hier.
Das staatliche Bio-Siegel gibt eine eindeutige Orientierungshilfe für Bio-Produkte: „Bio-Produkte haben’s drauf!“. Die eingeführten Warenzeichen der Öko-Anbauverbände dürfen nur von Betrieben genutzt werden, welche die strengen Verbandsrichtlinien, die meist über die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung hinausgehen, erfüllen. Auch viele Handelsketten führen eigene Bio-Marken mit entsprechenden Logos und erleichtern dem Verbraucher die Suche im Supermarkt.
Übrigens: die Begriffe „Öko“ und „Bio“ werden synonym verwendet.
>> mehr über die Kontrolle von Öko-Produkten in oekolandbau.de
Öko-Qualität hat ihren Preis
Der ökologische Landbau setzt auf eine hohe Qualität und produziert besonders umweltschonend und tiergerecht hochwertige, schmackhafte Lebensmittel. Geringere Erträge, niedrigere Leistungen in der Tierhaltung und ein höherer Arbeitsaufwand schlagen sich im Preis nieder. Je nach Produktgruppe oder Vermarktungswege ergeben sich unterschiedliche Preisabstände zu konventionell erzeugten Vergleichsprodukten. Doch auch die höheren Preise für Öko-Lebensmittel führen nicht zwingend zu insgesamt höheren Ausgaben für den Speiseplan. Durch eine veränderte Lebensmittelauswahl kann gespart werden, ohne auf die besondere Bio-Qualität zu verzichten.
>> mehr über die Preise von Öko-Produkten in oekolandbau.de
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