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Sieger 8. bis 10. Klasse
Würfelspiel „Bio find’ ich Kuh-l“
Die Gruppe
Animiert durch den Aushang des Mitmach-Plakates „Bio find’ ich Kuh-l – Und ihr?!“ in ihrer Schule, dem Evangelischen Gymnasium im westfälischen Lippstadt, ergriffen vier Schülerinnen der Klasse 8a selbst die Initiative zur Teilnahme. Die 12 und 13 Jahre alten Mädchen erstellten das Würfelspiel außerhalb des Unterrichts – nur mit „logistischer“ Unterstützung ihrer Eltern und Geschwister.
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Der Beitrag
Die vier Schülerinnen aus Lippstadt reichten als Wettbewerbsbeitrag ein komplett selbst konzipiertes und gebasteltes Würfelspiel ein. Alles ist von Hand gemacht: das Spielbrett, die Spielfiguren, Frage- und Ereigniskarten usw. Das Spielbrett besteht aus bunt lackiertem, dickem Holz und setzt sich aus vier Teilen zusammen.
Ziel des Spiels ist es, als erster ins „Ziel“ zu kommen und möglichst viele „Eier“ zu sammeln. Die „Eier“ sind Spielchips, welche die Spieler gewinnen können, wenn sie auf mit einem Bio-Siegel gekennzeichneten Spielfeldern eine Fragekarte richtig beantworten. Die Multiple-Choice-Fragen drehen sich rund um das Thema Landwirtschaft und ökologischer Landbau. Fragen sind z. B.: „Wie viele Ecken hat das Biosiegel?“, „Wie viel Prozent (Schätzung) aller Käufer in Deutschland kaufen Bio-Produkte?“ oder „Womit darf der Bio-Bauer nicht düngen?“
Außerdem gibt es auch Ereigniskarten mit Themenbezug, bei denen die Spieler u. a. ebenfalls „Eier“ gewinnen oder auch verlieren können. Gewonnen haben am Ende derjenige Spieler, der als Erster im Ziel ist sowie derjenige, der die meisten „Eier“ gesammelt hat.
Neben dem Spiel haben die Schülerinnen auch ein „Wettbewerbstagebuch“ vorgelegt, das den Entstehungsprozess chronologisch dokumentiert. Daraus geht neben den aufwändigen Bastelarbeiten auch die umfangreiche Recherche zum Thema Öko-Landbau hervor, die später in die Ausarbeitung der Frage- und Ereigniskarten eingeflossen ist. Dazu besuchten die Schülerinnen verschiedene Betriebe in ihrer Region: eine Mühle, einen Bio-Hof mit Hühnern, Schafen, Kühen und Schweinen und Direktvermarktung sowie einen Bio-Laden. Den Betriebsleitern wird im „Wettbewerbstagebuch“ ebenso freundlich gedankt wie den Eltern, die sie „bereitwillig herumgefahren und gut bewirtet haben“ sowie den Geschwistern, die ihnen „beim Schmirgeln der Eier geholfen haben“.
… und das meinte die Jury
„An diesem Beitrag hat uns besonders gut gefallen, dass die vier Schülerinnen von selbst die Initiative ergriffen haben, sich mit dem Thema Öko-Landbau auseinanderzusetzen und das Würfelspiel zu erstellen. Sie haben das Spiel mit großem Aufwand und viel Liebe zum Detail komplett selbst gebastelt. Für die inhaltliche Aufbereitung der Frage- und Ereigniskarten haben sie mehrere Betriebe der ökologischen „Wertschöpfungskette“ (Erzeuger, Verarbeiter, Handel) persönlich unter die Lupe genommen. Lobenswert ist, dass sie nicht nur das Endprodukt ihrer Auseinandersetzung eingereicht, sondern mit dem „Wettbewerbstagebuch“ auch den Entstehungsprozess festgehalten haben. Man kann deutlich sehen, mit wie viel Spaß und Ausdauer die Mädchen bei der Sache waren.“
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